Kaufberatung Bohrmaschinen und Schrauber

Ganz gleich, ob Sie ein Bild aufhängen, eine Küche einbauen, Ihre Autoreifen wechseln, oder sich eine Terrasse bauen: Mit gutem Werkzeug macht jedes Projekt mehr Spaß.
Im Dschungel der Auswahl an Schlagbohrmaschinen, Akkuschraubern, Tischbohrmaschinen und weiteren Werkzeugen, verliert man schnell die Übersicht. Es gibt unzählige Hersteller und Werkzeuge mit feinen Unterschieden.

Unsere Mission: Klarheit schaffen, damit Sie eine gute Kaufentscheidung treffen.

Um eine gute Auswahl zu treffen, durchlaufen Sie einfach die folgenden Schritte:

  1. Auswahl der Maschinenart (Stationär oder Tragbar)
  2. Auswahl Energiequelle (Wechselstrom, Akku oder Druckluft)
  3. Definition der Preisklasse
  4. Auswahl Hersteller und Gerät

1. Auswahl der Maschinenart

Die Leitfrage bei dieser Auswahl lautet: Kommt das Werkstück zur Maschine, oder die Maschine zum Werkstück?
Wenn Sie beispielsweise Löcher in Wände bohren, benötigen Sie eine Tragbare Bohrmaschine. Zum Bohren von Löchern in kleine Werkstücke wie Platten, Bleche oder Rohre hingegen eignet sich eine Ständerbohrmaschine oder Tischbohrmaschine eher. Wenn Sie nicht sicher sind, greifen Sie am Besten eher zu einem Tragbaren Gerät. Es lässt sich einfacher verstauen und ist flexibel einsetzbar. Haben Sie eine Werkstatt und viel Platz, können Sie sich auch für eine Standbohrmaschine entscheiden: Die Vorteile sind hohe Präzision und eine einfache Bedienung.

2. Auswahl der Energiequelle

Wenn klar ist, dass Sie eine stationäre Maschine beschaffen, können Sie nun aufhören zu lesen und direkt unseren Ratgeber zu Ständerbohrmaschinen und Tischbohrmaschinen lesen. Denn diese Maschinen laufen in der Regel mit 230V Wechselstrom.

Ansonsten wird es nun spannend: Sie können ein System mit Akku verwenden, oder auf eine Kabelgebundene Bohr- oder Schraubanlage setzen. Mit einem Akku können Sie sich natürlich sehr flexibel im Raum bewegen und kommen überall gut hin. Auch im Freien ist das sehr hilfreich, da man unter Umständen sonst sehr lange Kabelwege hätte. Beim Bohren in Wände sollte man immer den Strom abschalten. Auch hier kann eine Akkubohrmaschine Ihre Vorzüge voll ausspielen. Dagegen stehen jedoch auch ein paar Nachteile: Die Akkus müssen geladen werden und die Maschine steht nicht immer zur Verfügung. Abhilfe kann man sich hier mit zwei oder drei Reserveakkus schaffen.

Die Erfahrung zeigt, dass eine Makita Akkubohrmaschine einen normalen Arbeitstag mit einem Akku gut überlebt. Die Akkus lassen sich teilweise auch für andere Werkzeuge des Herstellers, wie Sägen oder Heckenscheren verwenden. Ein größerer Nachteil ist die Leistung. Diese ist bei Akkubetriebenen Bohr- und Schraubmaschinen geringer. Bei einem Schrauber ist das in der Regel kein Problem. Im Gegenteil. Sicherlich kennen Sie die Aussage “Nach fest kommt ab”. Der Kopf einer Schraube kann brechen und dann muss die Schraube mühsam aus dem Werkstück gebohrt werden. Im schlimmsten Fall ist sogar ein neues Gewinde nötig. Bei einer Bohrmaschine sieht die Sache häufig anders aus. Wer Beton, Granit oder Stahl bohrt, möchte dies mit größtmöglicher Kraft tun.

Für gelegentliches Bohren von Löchern in Zimmerwände, reicht ein Akkubohrschrauber meist aus. Wer regelmäßig härte Materialien bohrt, sollte eine Maschine mit Stromanschluss vorziehen.

Vielleicht suchen Sie aber auch einen Schlagschrauber? Diese gibt es häufig auch Druckluft-betrieben, was eine perfekte Dosierung der Kraft ermöglicht.

3. Festlegen der Preisklasse

Auch bei Werkzeugen sollte das Budget wohl überlegt werden. Kleine Akkuschrauber gibt es schon für um die 20,-€. Teilweise sogar von bekannten Herstellern wie Bosch. Für Heimwerker gibt es bei Bosch die grünen Geräte und für Handwerker die blauen und teureren “Professional”-Serien. Man sollte sich immer gut überlegen, was einem das Werkzeug wert ist. Zu billig sollte aber nicht eingekauft werden. Die Qualität ist schlecht, die Leistung reicht oft nicht aus und man hat wenig Freude bei der Arbeit. Meine eigene Schlagbohrmaschine, eine AEG Pneumatik, ist schon 32 Jahre alt. Damals war AEG eine sehr gute Marke. Sie hat schon mehr Baustellen gesehen als ich, denn ich habe Sie vor 10 Jahren von meinem Vater übernommen.

Meine AEG Pneumatik Schlagbohrmaschine aus dem Jahre 1988.

Diese Maschine ist nicht kleinzukriegen. Natürlich muss es auch nicht immer das Teuerste sein. Mit Herstellern wie Makita, Hilti und Bosch macht man sicherlich nichts falsch. Von Billigherstellern würde ich persönlich die Finger lassen. Wir empfehlen auf dieser Seite nur Produkte, von denen wir glauben, dass Sie dem Besitzer wirklich lange erhalten bleiben. Die Bohrmaschinen, Schlagschrauber und Akkuschrauber sind eher im mittleren bis oberen Preissegment angesiedelt. Bei der Auswahl richten wir uns aber nicht vorrangig nach dem Preis, sondern nach Merkmalen wie Leistung, Qualität, Sicherheit und Erfahrungen.

4. Marke und Modell wählen

Die meisten Heimwerker haben eine klare Markenaffinität. Das bedeutet, dass Ihnen gewisse Marken eher zusagen als andere. Dies ist völlig legitim, solange es nicht komplett irrational ist. Häufig können Sie Teile wie Akkus, Koffer, Bits und Bohrer bei verschiedenen Maschinen nutzen, wenn diese vom gleichen Hersteller sind. Dann passt alles gut zusammen und die Werkstatt sieht optisch ansprechend aus. Wir – und ein Großteil der Handwerker- empfehlen generell die “üblichen Verdächtigen”: Hilti, Metabo, Bosch, Festool und natürlich Makita. Wer nur gelegentlich einen IKEA-Schrank aufbauen will, kann natürlich auch Einsteigergeräte verwenden. Dafür sprechen wir dann aber auf dieser Seite keine Empfehlung aus. Vielleicht ist die Grüne Serie von Bosch tatsächlich einen Blick wert: Diese Komposition aus solider Qualität und geringem Preis dürftem dem kostenbewussten Heimwerker viel Freude bereiten.

Wählen Sie jetzt Ihre Kategorie und ermitteln Sie die passenden Maschinen:

Schlagschrauber

Schlagbohrmaschinen

Akkuschlagbohrer

Ständerbohrmaschinen

Bohrhammer

Letzte Aktualisierung am 27.03.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API